Archiv 2005


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    Veranstaltungen in  2005
„27. Januar“ Befreiung aus dem Konzentrationslager

Gedenkveranstaltung als „Lange Filmnacht“ mit Filmen:

·    Hitlerjunge Salomon

·    Das Leben ist schön

Termin: Freitag, 28.01.2005, Beginn: 19.00 in der Aula des Schulzentrums, Eingang

              Maria-Sibylla-Merian-Gymnasiums

Mitgliederversammlung 2005

Termin: Mittwoch, 09. März 2005, 19.30 Uhr, St. Clemens Gemeindezentrum                                                                                                                                     

 Besuch der Ruhrfestspiele Recklinghausen

·      NATHAN DER WEISE von G.E. Lessing

·      Termin: 19.05.2005

·    Abfahrt Busparkplatz Emswiese 18.30 Uhr

·    Kosten: 25,00 / Karte / Pers.

·    Initiative Schule“

Veranstaltungen mit den 4. Klassen der Telgter Grundschulen als „Bildervorlesung“ auf der Grundlage des Kinderbuches PAPA WEIDT von Inge Deutschkron und Lukas Ruegenberg. 

Termine: in Absprache mit den jeweiligen Schulen 

·    Brüder- Grimm- S.:

·    Marien- S.:

·         Don-Bosco-S.:              

         „Jüdischer Friedhof Telgte“ – Erbe und Auftrag:

·     Sammeln von Spendengeldern

·     Maßnahmen zur Verwirklichung der Planung

·     Fertigstellung

·                                   Feierliche Übergabe                                                                           

Tagesfahrt zu jüdischen Einrichtungen und historischen Orten der Judenverfolgung in AHLEN

mit dem Bus.

Die Fahrt wird in Zusammenarbeit mit der St. Clemens-Kirchengemeinde veranstaltet.          

Termin: 33. Kal. Woche (gepl. 17. Aug. noch nicht bestätigt) 09.00 Uhr Abfahrt Telgte         

                                            

„Spuren jüdischen Lebens in Europa“    Krakau und Auschwitz

Termin 05.05. – 08.05. Donnerstag (Christi Himmelfahrt) bis Sonntag (Muttertag)

Hinweis: Zur Zeit werden die Kosten ermittelt; Entscheidung, ob die Fahrt durchgeführt wird, fällt nach Kostenermittlung!!!!

„Reichspogromnacht in Telgte“

Gedenkveranstaltung als „Lange Filmnacht“ mit Filmen wie:

·    Schindlers Liste

·    Janusz Korczak

·    Wenn alle Deutschen schlafen

·    Auf Wiedersehen Kinder

·    Der Ruf

          Termin: Freitag, 11.11.2004 in der Aula des Schulzentrums, Eingang Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium                                                                                

Besondere Ereignisse

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus:

27. Januar: Befreiung aus dem Konzentrationslager

                  09. November: Reichspogromnacht

Einladung zum Besuch der Ruhrfestspiele in Recklinghausen am 19. Mai 2005:

Erinnerung und Mahnung

Verein zur Förderung des Andenkens an die Juden in Telgte e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren,


der Vorstand möchte Ihnen, Ihren Freunden und Bekannten in diesem Jahr eine Besonderheit anbieten: den Besuch der Ruhrfestspiele in Recklinghausen, wo das Berliner Ensemble – Theater am Schiffbauerdamm – mit dem dramatischen Gedicht von G.E. Lessing, NATHAN DER WEISE, unter der Regie von Claus Peymann gastiert.

Organisation:

Tag der Vorstellung:

Donnerstag, 19. Mai 2005

Abfahrt Telgte:

18.30 Uhr

Abfahrtsort:

Bus-Parkplatz EMSTOR

Beginn der Vorstellung:

20.00 Uhr, Festspielhaus, Grosses Haus

Kleidung:

normal, Abendgarderobe n i c h t notwendig

Kartenpreis Kat. A:

25,00€ (ermäßigter Preis einschl. Systemgebühr)

Anreise:

  1. mit Privat-PKW; Fahrgemeinschaften werden auf Wunsch durch Klaus Beck organisiert;
  2. bei ausreichender Teilnehmerzahl wird ein Bus eingesetzt; die Kosten dafür werden ca. 5,00€ / Person betragen.

Kartenbestellung:

ab sofort bei Klaus Beck, Tel: 2456

Kartenbezahlung:

Überweisung auf das Konto des Vereins

ERINNERUNG und MAHNUNG, Stichwort RUHRFESTSPIELE:

Vereinigte Volksbank e.G. BLZ 412 626 21

Kontonummer.: 35 06 296 500

Sparkasse Münsterland Ost BLZ 400 501 50

Kontonummer: 600 50 5 80

 

Es wäre schön, wenn Sie sich möglichst bald verbindlich entscheiden würden, damit die Karten und ggf. der Bus umgehend bestellt werden können. Da insgesamt nur 5 Vorstellungen vorgesehen sind, ist mit einem "Run" auf die Karten zu rechnen.

Für Fragen steht Ihnen Klaus Beck jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

(Klaus Beck)

 

Inhaltsangabe:

Ist ein Mann, der seine Frau und sieben Söhne durch ein Massaker verloren hat, das Christen an Juden verübt haben, überhaupt noch in der Lage, klar zu denken, geschweige denn unvoreingenommen zu handeln?

Der Jude Nathan nimmt an Kindes statt ein Christenmädchen an und zieht es groß. Seine Antwort auf schier unmenschliches Unrecht, das ihm zugefügt wurde, ist tätige Toleranz.

Ort der Handlung ist Jerusalem, wo drei Weltreligionen aufeinandertreffen. Man schreibt etwa das Jahr 1190, es ist die Zeit der Kreuzzüge.

Als der Autor diese szenische Parabel entwirft, gewinnt in Europa eben die Aufklärung gedankliche Gestalt, und Lessing benutzt das Theater als "seine Kanzel", um geistige Mündigkeit und Toleranz zu propagieren. Einen konkreten Anlass, Gefahr in Verzug gewissermaßen, gab es 1779 nicht.

Heute, da große Religionen wieder einen Absolutheitsanspruch stellen, liegt das Stück wie ein Spiegel vor uns, aus dem wir sinnlich Einsicht gewinnen können. Der blick auf Lessings fiktives Jerusalem lehrt uns Toleranz.

Heiter und listenreich, klug und geschickt argumentierend räumt Nathan alle Hindernisse auf dem Wege zu einer utopischen Versöhnung beiseite. Nicht Gefühlsduselei, nicht Demagogie, nicht Politik, vielmehr die Vernunft regiert in diesem philosophischen Märchen, das kein Zeitstück ist, sondern eine Zeitbombe. Freilich eine friedliche.

(Text aus Ruhrfestspiele Recklinghausen, Hrsg. Intendant Frank Hoffmann)



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